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Radtour-pro-OrganspendeDer Radtour „pro Organspende“ lagen zwei Überlegungen zu Grunde. Zum einen wollten wir unseren Verein TransDia e.V. – Sport für Transplantierte und Dialysepatienten und unsere Veranstaltungen ( Deutschen Meisterschaften, die 5. Europäischen Spiele der Transplantierte und Dialysepatienten) bekannter machen, zum anderen das Thema „Organspende - Transplantation“ mit positiven Aspekten in die Öffentlichkeit tragen. Wiedergewonnene Leistungsfähigkeit und Lebensqualität nach erfolgreicher Transplantation wollen wir zeigen. Bewegung und Sport ist unser Medium mit dem wir dies, als Betroffene, demonstrieren wollen. Die Öffentlichkeit, aber auch die Akteure im Gesundheitswesen, möchten wir für das Thema Organspende sensibilisieren, aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern dadurch, dass wir als Betroffene zeigen, wir gut wir nach einer Transplantation leben können. Der Öffentlichkeit wollen wir klarmachen, dass die Transplantationsmedizin eine Erfolgsgeschichte ist. Wir besuchen Transplantationszentren, Krankenhäuser, die sich hinsichtlich der Organspende engagieren, und andere Institutionen, die sich mit diesem Thema befassen um ihnen den Erfolg ihrer Arbeit „live“ zu demonstrieren Unsere mitradelnden Dialysepatienten wollen trotz zahlreicher Einschränkungen zeigen: Dialysezeit ist Lebenszeit. Trotz vieler Erschwernisse ist es Ihnen möglich, sich mit Bewegung und Sport fit zu halten und diejenigen, die auf eine Transplantation warten, setzen alles daran die lange Wartezeit in einem möglichst guten Zustand zu überbrücken. Mit dieser Radtour wollen wir uns aber auch bedanken - bei den Mitarbeitern der Krankenhäuser, deren Motivation wir mit unserem Besuch hochhalten wollen und ganz besonders bei den Angehörigen unserer Spender, die, so wünschen wir es uns, auch nach Jahren noch zu ihrer Entscheidung stehen.
„Mit dieser Aktion haben sie der Transplantation ein Gesicht gegeben“ hat uns ein Transplantationsarzt während der Radtour-pro-Organspende 2007 gesagt, das hat uns gefreut, ist dies doch genau das, was wir erreichen wollen. Die Öffentlichkeit soll den Nutzen der Transplantationsmedizin wahrnehmen.
Radtour-pro-Organspende: Einige EckdatenDie Radtour-pro-Organspende findet jedes Jahr in einer anderen Region in Deutschland statt. Zwischen 8 und 12 Etappen von je 70-120km sind zu absolvieren. Ganz untrainiert sollte man eine Teilnahme nicht in Erwägung ziehen. Mit unseren Begleitwagen sind wir jedoch in der Lage auch "Halbtagsfahrer" mitzunehmen. Die komplette Organsiation (Strecke, Haltepunkte, Unterkunft, Dialyse,Verpflegung, Begleitwagen, Medizinisches, Versicherungen, Karten, Pressearbeit etc.) liegt bei unserem Verein. Unterstützt werden wir lokal von den angefahrenen Krankenhäusern, der DSO und manchmal auch lokalen Selbsthilfegruppen. Was uns ganz wichtig ist: Jeder darf mitfahren, eine Mitgliedschaft ist nicht Vorraussetzung an der Teilnahme. Neben direkt Betroffenen sind wir auch froh über die Teilnahme von Menschen, die beruflich mit diesem Thema zu tun haben oder von Menschen, die dem Thema positiv gegenüber aufgeschlossen sind.
Seit fast 30 Jahren organisiert TransDia e.V. jährlich die Deutschen Meisterschaften für Dialysepatienten und Transplantierte und entsendet interessierte Teilnehmer zu internationalen Veranstaltungen. Mit diesen und weiteren Aktionen will der Verein insbesondere auf die positiven Effekte hinweisen, die durch körperliche Aktivität gerade für Transplantierte und Dialysepatienten zu erreichen sind. Vor diesem Hintergrund sollen auch die Akteure im Gesundheitswesen (v.a. Nephrologen, Transplantations-Experten, Dialyseärzte, Pflegepersonal, Reha-Einrichtungen, Krankenkassen) dazu bewegt werden, in größerem Umfang als bisher regelmäßige körperliche Aktivität für die beiden Zielgruppen in ihre jeweiligen Betreuungskonzepte zu integrieren. Schließlich möchte TransDia auch die Öffentlichkeit für die Situation der Organspende sensibilisieren und so mit dazu beitragen, die Zahl der Transplantationen in Deutschland zu erhöhen. Der Vergleich mit anderen Ländern zeigt nur zu deutlich, dass hierzulande noch erheblicher Verbesserungsbedarf besteht. |